Mallorca 2015

Can Picafort vom 06.05. – 20.05.2015
< Tagebuch eines Radsporturlaubs >

Nach einem Jahr Abstinenz war es wieder soweit, die Radsaison ging auf Mallorca weiter. Vor 2 Jahren waren wir zuletzt mit einigen Touristikern gestartet, dieses Jahr konnte die Teilnehmerzahl weiter ge-steigert werden.
Teilnehmer :
VfR Büttgen: Marianne u. Karl-Heinz (K.H.) Büter, Erika Arenz, Christa u. Ulrich Philippi, Uli Mädler, Marek Piekarsky (1 Wo), Friedhelm Kannen u. Gerhard „Gerd“ Riße.
Gäste: Unser alter Freund Hans Cziok, Theo Tillmann (Schwager von Friedhelm) u. Karl-Heinz „Hein“ Runge (Freund von Friedhelm u. Theo aus Hamburg).
Nachdem wir 2013 mit dem „Gran Bahia“ nicht so zufrieden waren, führte unsere diesjährige Hotelsuche dazu, dass Fam. Büter im „Gran Vista“, Erika im „Montecarlo“ und der Rest im „Farrutx“ logierte. Das „Farrutx“ kann durchaus empfohlen werden, wenn Zimmer zur Straßenseite bezogen werden. Auf der Hotelrückseite kann es zu starker Lärmbelästigung kommen, während auf der Straßenseite nur ab und zu Reisebusse und Müllabfuhr die morgendliche Nachtruhe stören. Darüber hinaus hatten wir wegen der stark gestiegenen Transportkosten vorab Leihräder bei „Hürzeler“ online bestellt und damit alle Probleme umgangen, die sich mit dem Transport und der Montage ergeben.
Für Friedhelm, Theo und Hein war es eine neue Umgebung, da sie bisher immer vom Großraum Palma aus gefahren waren.
Am Mittwoch (06.05.) trafen wir uns dann früh um 4:00 Uhr am Flughafen Düsseldorf (Marianne u. K.-H. waren bereits 2 Tage zuvor abgeflogen). Nach den üblichen Prozeduren des Eincheckens und der Si-cherheitskontrolle durften wir dann bis 5:25 Uhr warten, um in die Maschine der Air Berlin, einen Airbus A330-200, einzusteigen und kurz nach 6:00 Uhr in Richtung Palma zu starten. Nach der Ankunft wurden wir per Bus zum Hotel transportiert und checkten dort planmäßig ein. Dem kurzem Auspacken der Koffer folgte der Gang zu „Hürzeler“, um unsere Rennräder in Empfang zu nehmen. Der Mitarbeiter dort ver-mass zuerst unsere Schrittlänge, was bei allen zu viel Heiterkeit führte. Dann wurden die Räder eins nach dem anderen vorbereitet und uns übergeben. Im Hotel angekommen, verabredeten wir uns für 13:30 Uhr zur ersten Ausfahrt, wie immer nach „Cala Sant Vicenc“ mit dem wunderschönen Ausblick auf die Bucht mit dem herrlich blauen Wasser. Auf dieser Fahrt konnten wir die Position und Technik der gewählten Räder grundsätzlich testen. Unsere ersten Erfahrungen waren durchweg zufriedenstellend, wenn auch hier und da geringfügige Änderungswünsche geäußert wurden. Bevor Beanstandungen an „Hürzeler“ herangetragen wurden, sollen aber noch weitere Erfahrungen gesammelt werden. Beimabendlichen Tref-fen zum Bier im „Monaco“ trafen wir, wie schon so oft in den letzten Jahren, Siggi aus Hannover und seine Freunde.
1. Tour nach Cala Sant Vicenc :
Can Picafort – Playa de Muro – Port d´ Alcudia – Gärten – Cala Sant Vicenc – Pollenca – Gärten – Port d´Alcudia – Playa de Muro – Can Picafort
Tln: K.H. Hans, Uli, Ulrich, Friedhelm, Marek, Gerd u. Klaus Döll (hatte seine letzten Tage dort)
Tagesleistung: 61,44 km/280 hm/6,21 km bergauf/max. 8%; Wetter: sonnig, bis 25 Grad
Gesamt: 61,44 km/280 hm/6,21 km bergauf

Der Donnerstag (07.05.) begann wie immer mit einem guten Frühstück im Hotel. Anschließend folgte unsere erste größere Tour in diesem Jahr auf Mallorca. Dabei wurde der „Puig de Inca“ (292 m) mit der „Ermita de Santa Magdalena“ erklommen, die ich in einem Tour-Bericht von Erik Zabel entdeckt hatte. Nachdem wir den Einstieg zu diesem Berg, der mit 11 % max. Steigung immerhin schon eine kleine Herausforderung darstellt, gefunden und die Höhe ganz bewältigt hatten, eröffnete sich für uns von der Terrasse vor dem Kirchlein eine beeindruckende Sicht über die weite Landschaft mit einem Blick bis zur Bucht von Alcudia. Das obligate Abschlussbier wurde heute bei „Oma und Opa“ eingenommen.
2. Tour zum Puig d´ Inca :
Can Picafort – Santa Eulalia – Son Morro – Muro – Llubi – Cami Vell de Muro – Inca – Puig de Inca mit der Ermita de Santa Magdalena (292 m) – Inca – Campanet – Höhlen von Campanet – Cami Vell de Campanet – Gärten – Alcudia ( Einkauf bei „Radsport Bequi“) – Port d´Alcudia – Playa de Muro – Can Picafort
Tln: Uli, Ulrich, Friedhelm, Theo, Marek, Gerd u. Hans (tlw.)
Tagesleistung: 89,03 km / 786 hm / 21,89 km bergauf / max. 11%; Wetter: Sonne, bis 26 Grad
Gesamt: 150,47 km / 1066 hm / 28,10 km bergauf
Am Freitag (08.05.) starteten wir dann nach „Cala Millor“, die erste längere Tour. Die Fahrt dorthin führt leider über einige vielbefahrene Hauptstraßen, u. a. bis Manacor, und erst kurz vor dem Ziel konnten wir auf bekannte Nebenstrecken ausweichen. Auf der Strecke trainierten auch einige Triathleten für den am Samstag stattfindenden Halbmarathon in Alcudia! Cala Millor war, wie immer, sehr belebt! Bei Friedhelm zeigten sich am Rad Probleme, die von „Hürzeler“ am Abend in Can Picafort durch einen Wechsel der Kette schnell und kostenfrei behoben wurden. Wir beendeten die Tour mit einem Bier bei „Don Denis“ an der „Muur“ und tauschten unsere Eindrücke und Erlebnisse aus.
3. Tour nach Cala Millor :
Can Picafort – Santa Eulalia – Gärten – Son Morro – Santa Margalida – Gärten – Petra – Manacor – Sant Llorenc des Cardassar – Son Carrio – Son Moro – Cala Millor – Cala Bona – Port Vell – Port Nou – Son Servera – Querverbindung – Küstenstraße – Can Picafort
Tln: Uli, Ulrich, Theo, Friedhelm, Hans, Marek u. Gerd
Tagesleistung: 100.31 km / 842 hm / 23,89 km bergauf / max. 9%; Wetter: Sonne, bis 30 Grad
Gesamt: 250,78 km / 1908 hm / 51,99 km bergauf
Am Samstag (09.05.) wählten wir dann eine Tour durch die Ebene „Es Plá“ aus. Dabei wollten wir u. a. die neu geteerte Straße von Muro nach Sineu testen. Der neue Straßenbelag ließ unsere Herzen höher schlagen und wir empfanden es als äußerst wohltuend, endlich einen glatten Asphalt unter den Reifen zu haben, nachdem in den Jahren zuvor die Straßenoberfläche einer Marterstrecke glich. Eigentlich wollten wir von Petra hoch zur „Ermita de Bonany“, aber aufgrund der extrem hohen Temperaturen beschlossen wir, diese Tour auf einen anderen Tag zu verschieben.
Hans u. Marek machten eine kleine Tour nach Santa Margalida u. Muro. Marianne u. K.H. hatten sich Pedelecs geliehen und waren leider erst nach uns in Petra. Hein besorgte im Hotel den Umzug in ein ruhigeres Zimmer, ebenso Christa.
4. Tour nach Petra :
Can Picafort – Santa Eulalia – Son San Marti – Muro – Sineu – Petra – Sant Joan – Lloret de Vistalegre – Sineu – Maria de la Salut – Santa Margalida – Son Morro – Gärten – Santa Eulalia – Can Picafort
Tln: Uli, Ulrich, Friedhelm, Theo, Gerd
Tagesleistung: 82,76 km / 675,4 hm / 19,66 km bergauf / max. 9%; Wetter: Sonne, bis 32 Grad
Gesamt: 333,54 km / 2583 hm / 7 1,65 km bergauf
Am Sonntag (10.05.) sollte dann eine ruhigere und kürzere Tour folgen zur Vorbereitung auf die Orient-tour, um die Kräfte zu schonen. Neben dem wunderschönen Golfplatz von „Alcanada“ wurde dann doch noch die „Ermita de la Victoria“ auf der Halbinsel „LaVictoria“ mit dem tollen Ausblick genossen. Heute trafen wir uns zum Abschlussbier bei „Don Denis“ an der „Muur“.
5. Tour zur „Ermita de la Victoria“:
Can Picafort – Playa de Muro – Port d´Alcudia – Golfplatz „Alcanada“ – Alcudia – Bonaire – „Ermita de la Victoria“ ( 141 m) – Zufahrt zum Militärstützpunkt – Ehemalige Tauchschule – Bonaire – Alcudia – Port de Pollenca – Gärten – Port d´Alcudia – Playa de Muro – Can Picafort
Tln: Uli, Friedhelm, Theo, Marek, Hans u. Gerd
Tagesleistung: 78,01 km /539 hm /11,50 km bergauf/max. 12% Wetter: Sonne, bis 29 Grad
Gesamt: 411,55 km/ 3122 hm / 83,15 km bergauf

Der Montag (11.05.) war dann auserkoren für die 1. richtige Bergtour nach „Orient“. Für Marek war der „Coll de Honor“ mit 550 m Passhöhe der erste Pass auf Mallorca. Die Temperaturen im Aufstieg schwankten zwischen 30 und 37 Grad. Am „Coll de Honor“ lernten wir 2 junge Frauen aus Dortmund kennen, die auch in Can Picafort übernachteten und sich uns daher für den Rest der Fahrt anschlossen. Hervorzuheben ist das Kaffeetrinken in dem Hotel „L´Hermitage“ hinter „Orient“, das unseren Puls wieder auf ein Normalmaß führte. Kurz bevor wir wieder die Räder in die Hand nahmen, trafen K.H. u. Marianne mit Erika und Christa ein und berichteten über ihren Autoausflug nach „Kloster Lluc“, was uns freute. Der Kräfteverbrauch verlangte am Abend nicht nur ein Abschlussbier, sondern zusätzlich auch noch Ser-ranohäppchen, die bei „Don Denis“ an der „Muur“ zu sich genommen wurden.

6. Tour nach Orient:
Can Picafort – Santa Eulalia – Gärten – Son Morro – Muro – Gärten – Llubi – Vell de Costitx – Cami Vell de Muro – Santa Maria del Cami – Bunyola – „Coll de Honor“ (550 m) – Orient – L`Hermitage – Alaro – Llosetta – Selva – Radweg n. Campanet – Buger – Gärten – Muro – Gärten – Can Picafort
Tln: Uli, Ulrich, Theo, Friedhelm, Hans, Marek u. Gerd; (2 junge Frauen aus Dortmund)
Tagesleistung: 118,80 km/1253 hm/31,24 km bergauf/max. 10% Wetter: Sonne, bis 32 Grad
Gesamt: 530,35 km / 4375 hm / 114,39 km bergauf
Dienstags (12.05.) holten wir dann die Fahrt zur „Ermita de Bonany“ nach. Es war eine schöne Fahrt, auch wenn der Berg jedem viel abverlangte. Die Aussicht von oben und der Besuch der Kirche lohnten aber und ließen den Schweiß, der uns auf dem Aufstieg ins Gesicht trieb, vergessen. Marek traute sich den Anstieg nicht zu und wartete in Petra bei einem „Cafe con Leche“ auf uns. Es war seine letzte Fahrt, bevor er sein Rad in der Radstation „Hürzeler“ abgab. Auch Friedhelm musste diese erneut aufsuchen, denn seine Hinterradbremse hatte sich während der Fahrt verstellt. Die Abgabe des Rades und die kleine Reparatur waren schnell behoben und so konnten wir gemeinsam bald im „Monaco“ ein Abschiedsbier trinken. Abends verfolgten wir dann das Rückspiel der Bayern gegen Barca, das Bayern zwar mit 3:2 gewann, aber wegen des schlechteren Torverhältnisses ausschied!
7. Tour zur „Ermita de Bonany“:
Can Picafort – Santa Eulalia – Gärten – Santa Margalida – Gärten – Ariany – Gärten – Petra – „Ermita de Bonany“ (315 m) – Petra – Sineu – Muro – Gärten – Santa Eulalia – Can Picafort
Tln: Ulrich, Friedhelm, Marek u. Gerd
Tagesleistung: 71,97 km / 761 hm / 19,20 km bergauf/max. 10% Wetter: Sonne, bis 31 Grad
Gesamt: 602,32 km / 5136 hm / 133,59 km bergauf
Mittwoch (13.05.): Marek reist zurück! Wir anderen wollen testen, ob es stimmt, dass die Straße zum „Cap de Formentor“ komplett neu geteert wurde, was wir uns seit Jahren gewünscht hatten. Es war ein Erlebnis, diese Straße in diesem mustergültigen Zustand zu befahren. Daran änderten auch die Prob-leme beim Durchfahren des immer noch unbeleuchteten Tunnels nichts. Der Ausblick beim „Cap de Formentor“ war wie immer wunderbar und das Erlebnis mit der Bananen fressenden Ziege (vorzugsweise mit Schale) bleibt uns bestimmt noch lange in Erinnerung, ebenso der extrem starke Seitenwind auf der Abfahrt nach Port de Pollenca! Das Abschlussbier nahmen wir mal wieder bei „Don Denis“ an der „Muur“, in vermehrtem Maße wurde auch Shanti (Radler) getrunken.

8. Tour zum „Cap de Formentor“ :
Can Picafort – Playa de Muro – Port d`Alcudia – Alcudia – Port de Pollenca – Aufstieg zum Cap de Formentor – Mirador (205 m) – Formentor – „Cap de Formentor“ (130 m) – Mirador – Port de Pollenca – Alcudia – Port d`Alcudia – Playa de Muro – Can Picafort
Tln: Uli, Ulrich, Theo, Friedhelm u. Gerd
Tagesleistung: 83,93 km / 916 hm / 17,72 km bergauf / max. 10%; Wetter: Sonne, bis 33 Grad
Gesamt: 686,25 km / 6052 hm / 151,31 km bergauf
Donnerstag (14.05.): Da für den heutigen Tag sehr hohe Temperaturen vorhergesagt wurden, hatten wir eine Tour durchs Landesinnere geplant. Als wir dann vor dem Hotel zur Abfahrt zusammen kamen, fanden sich die beiden jungen Frauen aus Dortmund an unserem Hotel ein und fragten, ob sie mitfahren dürften, was wir natürlich bejahten! Trotz heftiger Sturmböen nahm die Temperatur im Laufe des Tages immer mehr zu und bei unserer letzten Pause in Llubi zeigte das Thermometer im Schatten 39,9 Grad an. Dementsprechend wurden Pausen gemacht und auch viel getrunken. Nach der Fahrt war bei „Don Denis“ Trinken in großen Gläsern angesagt, da wir ganz schön ausgetrocknet waren.
9. Tour ins Landesinnere :
Can Picafort – Santa Eulalia – Gärten – Son Morro – Santa Margalida – Maria de la Salut – „Abenteuerweg“ – Sineu – Lloret de Vistalegre – Pina – Sencelles – Cami Vell de Muro – Cami Vell de Costitx – Llubi – Muro – Son Morro – Gärten – Can Picafort
Tln: Uli, Theo, Friedhelm, Hans, Gerd u. 2 Frauen aus Dortmund
Tagesleistung: 84,17 km/871 hm/21,15 km bergauf/max. 12% Wetter: Sonne, bis 40 Grad !!!
Gesamt: 770,42 km / 6923 hm / 172,46 km bergauf
Freitag (15.05.): Theo hat Geburtstag!!!! Er wird 69! Zum Frühstück kredenzt das Hotel kostenlos für jeden unserer Gruppe ein Glas Sekt und dann noch einen leckeren Schokoladenkuchen. Ein sehr schö-ner Tageseinstand. Damit das nicht so bleibt, haben wir uns die Tour zum „Kloster LLuc“ im Tramuntana-gebirge vorgenommen. Nach der Abfahrt sind wir nicht sicher, ob es dabei bleibt, da das Gebirge voll-kommen in dichte Wolken eingehüllt ist und es dann kurz vor Sa Pobla auch noch zu nieseln beginnt.
Wir fahren trotzdem weiter und werden dafür belohnt, denn nach und nach wird es heller und wir können die Tour wie geplant durchführen. Bis Caimari, dem Beginn des Anstiegs, bleiben wir alle zusammen, dann fährt jeder sein Tempo, wie immer bergan Friedhelm weit voraus. Oben warten dann die Bergmeister an der Tankstelle am „Coll de sa Batalla“ (579 m) auf uns. Danach geht´s gemeinsam zum „Kloster Lluc“, wo wir in Radsportkleidung in die Klosterkirche gehen, dort noch etwas von der Messe mitbekommen und auch vom anschließenden Chorgesang des Klosterchores (Mädchen und Jungen). Die Abfahrt nach Pollenca auf neu geteerter Straße, vorbei an „Kurve 13“, wo ich seinerzeit mein Unfallfiasko erlebte, ging dann flott vonstatten bis nach „Oma u. Opa“, wo Hans schon einen Tisch besorgt hatte und Theo Häppchen mit Serranoschinken (mmmh !!!) auf seinen Geburtstag ausgab. Alle war sich einig: Ein gelungener Tag!
10. Tour zum Kloster Lluc :
Can Picafort – Sa Pobla – Buger – Campanet – Moscari – Selva – Caimari – Aufstieg zum Coll de sa Batalla – Tankstelle am Coll de sa Batalla – Kloster Lluc – Coll de Femina – Pollenca – Gärten – Port d´Alcudia – Playa de Muro – Can Picafort
Tln: Uli, Ulrich, Theo, Friedhelm u. Gerd
Tagesleistung: 85,98 km/944 hm/20,39 km bergauf/max. 9%; Wetter: bewölkt bis sonnig, bis 26 Grad
Gesamt: 856,40 km / 7867 hm / 192,85 km bergauf
Samstag (16.05.): Die Tour soll heute nach „Randa“ gehen! Wer auf den Berg (542 m) fährt, sollte im Ort entschieden werden. Der Rest wollte dann im Lokal warten. Die Fahrstrecke war bekannt, in Sineu fuhren Hans noch einige Runden auf der Betonradrennbahn und wir über den Radweg von Algaida weiter nach Randa, wo wir uns sammelten. Friedhelm hatte die Absprache wohl vergessen und war in einem auf den „Puig de Randa“ mit dem Kloster „Santuari de Nostra Senyora de Cura“ hochgefahren. Da die Temperaturen und der kalte Wind uns doch sehr zusetzten, blieb der Rest unten und labte sich an warmen „Café con Leche“. Der Gastwirt zeigte sich verärgert über 2 Reiter, weil ihre Pferde vor seinem Haus auf den Zebrastreifen Äpfel fallen ließen. Nachdem er mit Besen und Kehrschaufel die Straße wieder gereinigt hatte, kam einer der beiden Übeltäter im Auto zurück, sprach mit dem Wirt und beide lachten über das Geschehen. Es war für uns ein Beispiel guter Nachbarschaft, das man Köln vielleicht so ausdrücken würde: „Et kütt wie kütt“ oder „Et is noch immer jod gegange“. Nachdem Friedhelm wieder unten war, ging es bei langsam wärmer werdendem Wetter, aber heftigem Wind über Petra (Besuch von Christa, Erika, Marianne u. K.-H.) zurück nach Can Picafort. Dort suchte Friedhelm erneut die Werkstatt „Hürzeler“ auf, um seine Bremsen neu einstellen zu lassen.
11. Tour nach Randa:
Can Picafort – Santa Eulalia – Muro – Llubi – Sineu – Lloret de Vistalegre – Pina – Algaida – Radweg nach Randa – Randa/Puig de Randa – Montuiri – Sant Joan – Petra – Santa Margalida – Son Morro – Gärten – Can Picafort
Tln: Uli, Ulrich, Theo, Friedhelm, Hans u. Gerd
Tagesleistung: 104,41 km/1003 hm/27,95 km bergauf/max. 13%; Wetter: bewölkt bis sonnig, bis 23 Grad
Gesamt: 960,81 km/8870 hm/220,80 km bergauf
Sonntag (17.05.): In Vorbereitung auf die schwere Montagstour soll heute eine leichte u. flache Tour gefahren werden. So ging es dann leichtfüßig an Santa Margalida vorbei zur Küstenstraße und dann hinunter nach Betlem. Dieser Ort der „armen“ Leute macht schon einiges her. Wir aber fuhren zurück nach „Colonia de Sant Pere“, um dort Pause zu machen. Der Ausblick war grandios. Die unruhige See spülte ständig Wellen ans Ufer, die von weißer Gicht gesäumt waren. Auch erfuhren wir, dass die kleinen Häuschen am Strand der Fischhälterung dienten. Auf dem Rückweg über die Küstenstraße wurde, natür-lich gegen alle Vernunft, das Gefälle in die beiden Talsenken und die Gegensteigung mit maximalem Tempo gefahren. Abends verabschiedeten wir dann Marianne u. K.-H., die bereits am nächsten Morgen nach Hause flogen.
12. Tour nach Colonia de Sant Pere :
Can Picafort – Gärten – Son Morro – Santa Margalida (nördlich vorbei) – Küstenstraße – Betlem – Colonia de Sant Pere – Küstenstraße – Can Picafort
Tln: Ulrich, Theo, Friedhelm, Hans u. Gerd
Tagesleistung: 64,06 km/661 hm/18,88 km bergauf/max. 7% Wetter: Sonne bis 27 Grad
Gesamt: 1024,87 km / 9531 hm/239,68 km bergauf

Montag (18.05.): Der Tag der Königsetappe!!! Wir fuhren schon 1/2 Stunde früher als üblich los und waren alle frohen Mutes ob der großen Herausforderung. Bis in die Gärten vor Son Morro war alles bes-tens, dann fuhr Hans auf einen von den Schafen auf den Weg getretenen großen Stein und stürzte. Der Schreck war bei uns allen groß! Gott sei Dank hatte er sich nur Prellungen und Abschürfungen zugezo-gen. Nachdem wir den Platten an seinem Rad geflickt hatten, fuhren wir dann weiter. Hans blieb aufgrund seines Sturzes leider zurück. (Allerdings hat er, nachdem er in Can Picafort medizinisch versorgt worden war, alleine noch eine Tour von ca. 80 km nach Cala Sant Vicenc und zurück gemacht!). Wir anderen fuhren bis Santa Maria und stärkten uns dort. Über Bunyola ging es dann zum „Coll de Soller“. Das Thermometer zeigte mittlerweile 35 Grad an. Den Pass fuhr jeder sein Tempo hoch und so kamen wir nacheinander oben auf der Passhöhe (497 m) an. Bei der Abfahrt platzte dann Ulrich der hintere Schlauch mit einem lauten Knall. Der Mantel sprang von der Felge, aber Ulrich konnte noch so abbremsen, dass er vor der nächsten Kurve zum Stehen kam. Der Schlauch wurde ersetzt, aber alle fuhren die restlichen Serpentinen mit einem mulmigen Gefühl bergab. Am Rathausplatz von „Soller“
erholten wir uns erst einmal bei „Café con Leche“ und Kuchen, bevor es wieder auf die Küstenstraße Richtung Deia und endlose Kilometer aufwärts weiter nach Valldemossa ging. Friedhelm, der allen andern davon gefahren war, wartete dort lange auf die anderen, sodass er schon glaubte, sich verfahren zu haben. In Valldemossa wurde reichlich Flüssigkeit zu sich genommen und die Flaschen aufgefüllt, bevor es in schneller, aber sicherer Abfahrt nach s´ Esglaieta ging und weiter nach Santa Maria. Die letzte Pause mit leckerem Schokoladenkuchen brachte dann nochmals die letzten Kräfte zum Vorschein, die es uns erlaubten, mit Rückenwind und entsprechender Motivation die letzten 43 km in 1h:20 min zurückzu-legen, um noch pünktlich zum Abendessen im Hotel zu sein. Wegen der schnellen Fahrt waren wir so rechtzeitig im Hotel, dass vor dem Essen noch geduscht werden konnte. Abends im „Monaco“ war der Durst dann wie immer, heute jedoch besonders groß !

13. Tour nach Soller u. Valldemossa:
Can Picafort – Santa Eulalia – Gärten (Unfall Hans) – Son Morro – Muro – Llubi – Cami Vell de Costitx – Cami Vell de Muro – Santa Maria del Cami – Bunyola – „Coll de Soller“ (501 m) – Soller – Küstenstraße – Deia – Küstenstraße – Ermita de Trinitat – Valldemossa – s´Esglaieata – Palmanyola – Santa Maria del Cami – Cami Vell de Muro – Cami Vell de Costitx – Llubi – Santa Margalida – Santa Eulalia – Can Picafort
Tln: Uli, Ulrich, Theo, Friedhelm, Gerd, (Hans bis Unfall)
Tagesleistung: 154,45 km /1656 hm/42,72 km bergauf/max. 9% Wetter: Sonne bis 35 Grad
Gesamt: 1179,32 km / 11187 hm/282,40 km bergauf
Dienstag (19.05.) : Der letzte Radfahrttag sollte wie immer nach „Cala Sant Vincenc“ führen. Bei schö-nem Wetter fuhren wir etwa die gleiche Tour wie am 1. Tag, nur in Cala Sant Vicenc tranken wir unseren „Café con Leche“ im Strandlokal. Gegen 15:15 Uhr gingen wir dann gemeinsam zu „Hürzeler“ und gaben unsere Räder dort ab. Die Satteltäschen mit Ersatzschlauch und Reifenheber duften wir zur Erinnerung behalten. Am Abend im „Monaco“ wurde dann der Überflieger Friedhelm mit einem Fläschchen „Palo“ als bester Nachwuchsfahrer geehrt! Abschied von „Joan“ !!! Mit unserem Vereinswimpel im Gepäck war dann gegen 22:30 Uhr Ende .

14. Tour nach Cala Sant Vicenc:
Can Picafort – Playa de Muro – Port d` Alcudia – Gärten – Cala Sant Vincenc – Gärten – Pollenca – Gärten – Port d´Alcudia – Playa de Muro -Can Picafort
Tln: Uli, Ulrich, Friedhelm u. Gerd Rest machte Ruhetag!
Tagesleistung: 60,19 km/221hm/6,21 km bergauf/max.8% Wetter: sonnig–>bewölkt bis 23 Grad
Gesamt: 1239,51 km / 11408 hm / 288,61 km bergauf
Mittwoch (20.05.): Frühes Aufstehen und Frühstück! Um 5:50 Uhr Bustransfer zum Flughafen von Palma und um 9:10 Uhr Start nach Düsseldorf mit TUIFly B737-800.
Fazit: Mit mehreren Teilnehmern macht es einfach mehr Freude über die Insel zu radeln. Es gibt viel Be-kanntes und auch immer etwas Neues zu sehen. Außerdem ist es vorteilhaft, bei einem Unfall oder Defekt helfende Freunde an seiner Seite zu wissen.

Die Abende bei „Joan“ im „MONACO“ haben uns viel Spaß bereitet, neben „Nusse“ gab es auch immer leckere Oliven zu Bier und „Hierbas Mesclat“, „Hierbas Secas“ oder vermehrt „Palo de Mallorca“.

Das Mieten der Rennräder kann man nur weiterempfehlen! Bei den hohen Transportpreisen für eigene Räder lohnt sich der Aufwand für Ein- und Auspacken und Sondergepäckabgabe nicht.

Ich freue mich schon auf das nächste Mal, mit dem Rad Mallorca erneut erleben zu können. Besonderes
Glück empfände ich, wenn dann solch ausgezeichnete Verhältnisse vorlägen wie in diesem Jahr, was die Harmonie in der Gruppe und die Witterungsbedingungen anbelangt. Beides war hervorragend, ja einzig-artig!

Gerhard Riße , Tourenwart des VfR Büttgen

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