Vereinsfahrt 2012

Vereinsfahrt  nach Herzogenrath / WM in Valkenburg   22. – 24.09.2012

Schon vor den Sommerferien machte Uli Mädler den Vorschlag, die diesjährige Vereins- fahrt mit dem Besuch der WM in Valkenburg/NL zu verbinden. Spontan bekundeten viele ihr Interesse und Uli bekam den Auftrag genügend Zimmer zu ordern. Schnell fand er mit dem Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath ein tolles Quartier.

Am 22. September fand sich die 12-köpfige Truppe um Gerd Riße morgens kurz vor 8:00 Uhr am Radsportzentrum ein; das kleine Gepäck wurde kurzerhand in den Sharan von Karl-Heinz geladen; seine Frau hatte sich bereiterklärt, das Gepäck nach Herzogenrath zu transportieren. – Dann hieß es auf die Räder – los. Die erste Etappe ging bis Erkelenz, wo die Truppe im Cafe „KÖ“ zum Frühstück abstieg; dies hatte Gerd arrangiert – eine tolle Idee; vor dem Frühstück verlas Gerd einen Brief von unserem „Ecki“; er hat sich auf diesem Weg für die zahlenreiche Unterstützung bei der Bewältigung seiner Krankheit be- dankt; dies nahmen alle mit einiger Emotion auf – Radfahrer-Freundschaft ist doch was Tolles. Nach eineinhalb Stunden ging es weiter nach Oberbruch; auf der Fahrt nach Herzo- genrath mussten doch noch Permanenten-Punkte eingesammelt werden. Die weitere Strecke führte uns dann unser Gast Hans, der sich dort bestens auskannte, auf landschaftlich schönen Straßen über Geilenkirchen und dann ent- lang der Wurm bis nach Herzogenrath. – Rechtzeitig eine Stunde vor der zu erwartenden Ankunft in Herzogenrath bekam Marianne den verabredeten Anruf für ihren Start zum Nell-Breuning-Haus. – Wir kamen dann wie verabredet um 13:30 Uhr am Quartier an und wurden schon von Marianne empfangen. – Runter von den Rädern, einchecken, die Zimmer in Augenschein nehmen und dann ab ins Städtchen auf einen Cafe.

Damit war aber das Radeln noch nicht beendet, stand doch die Besichtigung der WM- Strecke noch auf dem Plan; also rauf aufs Rad und los ging’s in Richtung Valkenburg. Na ja, den direktesten Weg fanden wir nicht, aber wie heißt es doch: „Der Weg ist das Ziel“; nach diesem Motto fanden wir sehr schöne Sträßchen bis kurz vor Valkenburg (noch ca. 10 km); wir entschieden uns für die Rückfahrt, da keiner Lust aufs Fahren in der Dämmerung hatte.

Nach einem leckeren Bierchen und ausführlichem Duschen machten wir uns auf ins Städt- chen zum Abendessen; wir landeten schließlich in einer Pizzeria, die wir ganz für uns alleine hatten; geschmeckt hat es allen, sodass wir uns auf den Weg zurück ins Quartier machten, wo natürlich noch bei einem weiteren Bierchen viel Radler-Latein verzapft wurde.

Am nächsten Morgen hatte man sich für 9:00 Uhr zum Frühstück verabredet; das Buffet war reichlich, sodass wir gut gestärkt aufs Rad steigen konnten. Dieses Mal fanden wir, dank der gestrigen Erfahrungen, den direkten Weg zu WM-Strecke. In Bemelen wurden die Räder abgestellt und die Strecke in Augenschein genommen. Hier am Bemeler-Berg würden wir die Profis wohl gut beobachten können, war dies doch einer der zwei „harten“ Anstiege, an dem sich doch die WM entscheiden könnte.

Nachdem wir dem bunten Treiben am „Camping Moii Bemelen“ beiwohnten und den Tross der WM-Fahrer mehrmals vorbeifahren sahen, entschlossen wir uns, vorzeitig ins Hotel zu fahren und dort die letzte Runde am Fernseher zu verfolgen.  Das gelang dann zeitlich her- vorragend und wir konnten mitfiebern, wie Philip Gilbert an der letzten Steigung, dem Cauberg, seine Gegner niederrang und Weltmeister wurde. Anschließend mussten uns Christoph und Norbert leider verlassen, sie waren anderweitig noch eingespannt.

Alle Vorhersagen sprachen am Abend für den nächsten Tag von sehr ungemütlichem Wetter – niedrige Temperaturen, Regen und nochmals Regen und zudem stürmisch. Wir beschlossen abzuwarten. Einige überlegten, bei unwirklichem Wetter den Heimweg mit dem Zug zu absolvieren. Insgesamt einigten wir uns, den Abend gemeinsam und in Ruhe zu verbringen. Wieder besuchten wir den Italiener, bestellten typisch italienisches Essen, aber keine Pizza, sondern jeder wählte aus der reichhaltigen Karte ein Menü nach seinem Gusto. Dazu „vino rosso“ –  was  sollte uns dann noch sorgen?

Am nächsten Morgen meldete der Wetterbericht keine Besserung der Großwetterlage. Der Blick durch das Fenster zeigte dunklen Himmel, aber es regnete nicht. Bis auf Bert, den ein Arm schmerzte, und sich sorgte, die lange Fahrt den Lenker nicht halten zu können, zogen wir unsere Trikots über und verstauten das Gepäck in Mariannes Wagen. Auch Bert stieg mit seinem Renner in das Auto. Wir Verbliebenen blickten in die Straßenkarte und schon war ein günstiger, verkehrsarmer Weg gefunden. Wir stiegen auf und fuhren los. Jetzt gab es kein Zurück mehr zum Bahnhof, sondern wir nahmen den Weg von Herzogenrath Rich- tung Eschweiler. Bis zum Ortsrand, einen Schwerlaster im Nacken, strampelten wir zügig bergan. Dann über Noppenberg nach Alsdorf, wo der Himmel, nachdem wir die Ortsmitte passiert hatten, seine Schleusen öffnete und sich schnell auf der Straße kleinere Seen bilde- ten. Unsere Gruppe zog sich auseinander. Die einen hielten an, um sich Regenjacken über- zustreifen. Die anderen fuhren unbeirrt weiter, bis sie nach wenigen Kilometern merkten, dass ein Teil der Gruppe fehlte. Das war auch der Moment, als der Regen nachließ und bald darauf aufhörte. Wir sammelten uns wieder, und die Fahrt ging weiter auf halbnassem Asphalt. Unser nächstes Ziel Eschweiler, wo wir uns noch Punkte einer Permanenten in die Wertungskarte eintragen lassen wollten, erreichten wir bald. Wir suchten die Kontrollstelle und mussten feststellen, dass diese in Dürwiß lag. Um dorthin zu kommen, hätten wir kei- nen Umweg über Eschweiler machen müssen. Wir bedauerten daher, dass diese Ortsteil- angabe in dem Breitensportkalender der Adresse fehlte. Allerdings entschädigte uns die Freundlichkeit des Kioskpersonals insoweit, als uns sehr kenntnisreich und treffend eine gute Wegeverbindung beschrieben wurde, die uns direkt nach Merken führte. Auch dort sammelten wir noch Punkte, bevor wir in der Nähe eine Pause einlegten, um uns  zu stär- ken. Die nun noch vor uns liegende Strecke war uns von diversen RTF’s bzw. diensttäg- lichen Ausfahrten bekannt, sodass sich weitere Blicke in die Straßenkarte erübrigten. Bis hierher hatte sich die Wetterlage, abgesehen von der Sturzflut im Raum Alsdorf, als stabil erwiesen. Der Wind aus Südwest kündigte jedoch mit finsteren Wolken starken Regen an, schob uns aber zugleich vor ihnen her, sodass die Fahrt problemlos mit hohem Tempo fortgesetzt werden konnte. Auf diese  Weise erreichten wir schnell die Grenze des Rhein-Kreises-Neuss. Der Wind steigerte nun seine Intensität noch mehr und der Tacho zeigte die letzten Kilometer auf dem Flachen bis zu 50 km/h an. Gesund und ohne Defekt rollten wir zufrieden wieder in Büttgen ein. Wir werden noch lange an unsere Radtour zur WM 2012 denken und oft über die Erlebnisse sprechen werden.

Norbert Hilke und Ulrich Philippi

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