Vereinsfahrt 2015

Wieder einmal machten wir eine Vereinsfahrt in ein unbekanntes Gebiet. Nach reiflicher Überle-gung und Hotelsuche war Hattorf am Harz das Ziel unserer diesjährigen Vereins- fahrt vom 27. – 31.07.2015!
Zur Vorbereitung trafen wir uns am Sonntagabend zum Verladen der Räder und des Ge- päcks am Sportforum.
Am Montag, den 27. ging es um 7:00 Uhr auf die rund 3 1/2 stündige Reise nach Hattorf am Harz, wobei Norbert mit dem Hänger nur 80 km/h fahren durfte, und daher bereits 1/2 Stunde vorher abfuhr, und dann auch etwas später ankam.
Teilnehmer:
Karl-Heinz Büter, Bernd Feustel, Norbert Hilke,  Werner Hymmen, Friedhelm Kannen,
August Lehmkuhl, Bert Linden, Ulrich Mädler, Marek Opolski; Ulrich Philippi, Gerd Riße,
Jürgen Schmidt, Ralph Strake;

Nach dem Eintreffen wurde im Hotel „Landgasthof Trüter“ eingecheckt und die Zimmer bezogen, die Räder ausgepackt, und erst mal Kaffee im Hotel getrunken. Danach wurde direkt die 1. Tour angegangen:

Tour 1 27.07.2015 Montag
Zum Einfahren im Vorland des Harzes wählten wir ein flaches Terrain aus! Bei bedecktem Himmel ging es von Hattorf auf dem Radweg nach Wulften, über Lindau, B 247, Katlenburg, B 241, Hammenstedt nach Northeim. Den 1. Schauer dieser Tour verbrachten wir dort in einer Tankstelle, bevor es weiter ging über die B 3 nach Hollenstedt, Stöck- heim, Drüber, Sülbeck und Immensen nach Einbeck mit seiner alten City. Während der Kaffeepause ging der 2. Schauer herunter. Danach wurde der Rückweg über Ilme, Oda- gsen, Edemissen, Iber, Moringen, Vorwerk-Holtensen, Großenrode, Behrensen, Lütgen- rode, Nörten-Hardenberg, B 446, Rodetal, Reyershau-sen, Billingshausen, Holzerode, Renshausen, Bodensee, Bilshausen, Strohkrug und Wulften nach Hattorf angetreten. Da der Rückweg etwas länger ausfiel als gedacht, musste Karl-Heinz die letzten Kilometer ohne Unterstützung fahren, da der Akku leer war.
Wir kehrten später als geplant ins Hotel zurück und konnten erst um 19:30 Uhr aus dem reichlichen Angebot ein Essen wählen. Das schmackhafte Abendessen und die anschlie- ßende, gemütliche Runde ließen den erlebnisreichen Tag vollendet ausklingen.

Tourdaten: 101,40 km / 601 hm / max. Höhe 289 m / max. 6 % / 17,98 km bergauf
Tour 2 28.07.2015 Dienstag
Die Wetteraussichten für den Dienstag waren nicht hoffnungsvoll und während der Fahrt regnete es auch einige Male. Nach dem Frühstück ging es dann trotzdem los in Richtung St. Andreasberg. Von Hattorf nach Elbingerode, dem Radweg folgend nach Herzberg und weiter über Sieber kamen wir nach St. Andreasberg. Dort ging es dann links mit 15% und rechts mit 18% hoch. Wir entschieden uns für die linke Auffahrt und machten danach Pause in einem Balkanrestaurant. Neben Leber und Omelette gab es „dünnen“ Kaffee mit aufgewärmten Kuchen und Kakao, der in der 2. Runde dann nicht mehr genießbar war, so dass wir etwas enttäuscht und nicht ganz zufrieden weiterfuhren. Nach der stetig steigen- den Strecke zum Sonnenberg (839 m) rauschten wir anschließend über die B 242 hinunter zum Dammhaus, wo wir in Richtung Osterode abbogen. Auf der B 498 über Kamschlacken und Riefensbeck hinab zum Sösestausee und weiter über Scheerenberg nach Osterode ver- langte die Fahrt wenig Kraftaufwand. In einer Bäckerei im alten Stadtkern machten wir unsere nächste Pause. An einer Tankstelle warf eine Windbö Ulrichs Carbonrenner „WILIER“ um. Dabei wurde der Rahmen so stark beschädigt, dass er nach eingehender Inspektion in der nächsten Woche ausgetauscht werden musste. Über die B 241 führte der weitere Rückweg dann nach Förste, Nienstedt, Dorste, Katlenburg, B 247, Lindau, Stroh- krug nach Wulften und dort über den bekannten Radweg zurück nach Hattorf. Nach einem Bierchen wurde geduscht und sich zum Abendessen mit gemütlichem Ausklang im Restaurant getroffen. Erstmals wurde das „Harzer Grubenlicht“ mit 35% probiert!

Tourdaten: 100,15 km / 1083 hm / max. Höhe 839 m / max. 15% / 26,78 km bergauf
Tour 3 29.07.2015 Mittwoch
Bei aufgelockertem Himmel war das heutige Ziel das Zisterzienserkloster Walkenried. Von Hattorf aus folgten wir dem Radweg zur „Oderbrücke“, dann weiter über B 27, Wollershausen, Lütgenhausen, Rüdershausen, Hilkerode (Norbert machte natürlich ein Foto vom Ortsschild), Brochthausen, Zwinge nach Silkerode. Hier wollte Bernd eine Route über alte DDR-Grenzwege fahren. Dieser Abzweig war in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert. Die Auffahrt über große Pflastersteine mit 10 %iger Steigung war nur der Einstieg. Über querliegende Betonplatten ging es dann hinauf zur ehemaligen Grenze am Bornberg (324 m). Der weitere Versuch auf den nunmehr längsliegenden Betonplatten mit etlichen Löchern führte dazu, dass Bert mit seinen Schlauchreifen eine Durchschlag hatte, der nur notdürftig repariert werden konnte und für ihn das Ende der Fahrt bedeutete. Er ließ sich mit dem Taxi nach Hattorf bringen und fuhr dann mit seinem Auto nach Walken- ried. Wir Anderen mussten wieder zurück, da der vorgesehene Weg nicht befahrbar war. Über normale Straßen fuhren wir nach Bockelnhagen, Bartolfelde, Osterhagen , B 243, dem Radweg folgend über die Kolonie Tettenborn nach Bad Sachsa, um uns dort in einem urig eingerichteten Café für die Weiterfahrt zu stärken. Die kurze Fahrt nach Walkenried mit der Umrundung der Klosterruine und dem Treffen mit Bert führte dazu, dass sich Jürgen entschloss, mit Bert im Auto zurückzufahren. Wir Anderen machten uns auf den Rückweg über Wiedigshof, Obersachswerfen, Liebenrode, Holbach , B 243, Mackenrode und Limlingerode fuhren wir bei immer dunkel werdendem Himmel auf Stöckey zu, als auf der Höhe ein Sturm mit starkem Hagel und Starkregen einsetzte. Die meisten stellten sich unter einem Baum am Abzweig nach Stöckey unter, nur Bernd war weiter gefahren und hatte in einer großen Halle trockenen Unterschlupf gefunden. Von dort rief er uns an und wir fuhren durch den nicht enden wollenden Regen zu seinem Unterschlupf („pulvertrocken“, wie er sagte). Nach einiger Zeit wurde uns immer kälter, so dass wir uns entschlossen weiter nach Zwinge zu fahren, wo laut Info eines Bauernhofmitarbeiters entweder die Bäckerei oder ein Gasthof geöffnet sein sollte. Über Weißenborn-Linderode führte die bei dem Regen schwierige Fahrt nach Zwinge in den „Landgasthof Ellertal“, wo wir von den Wirtsleuten herzlich aufgenommen wurden. Neben warmen Getränken wurde uns „Soljanka“ und „Schlesische“ kredenzt mit viel Humor und Freude seitens der Wirtin. Nachdem alle wieder bei Kräften waren, auch der Akku von Karl-Heinz, fuhren wir bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein und abgetrockneten Straßen weiter in Richtung Hotel über Brochthausen, Hilkerode, Rüdershausen, Gieboldehausen, B 27 zur „Oderbrücke“ und auf dem Radweg nach Hattorf zurück.
Nach dem Abendessen wurde „Schierker Feuerstein“ mit 35% probiert, dessen Reklame überall im Lande zu sehen war (lecker !!!).

Tourdaten: 114,71 km / 1021 hm / max. Höhe 371 m / max. 10% / 26,34 km bergauf
Tour 4 30.07.2015 Donnerstag
Bei stark bewölktem Himmel hieß das große Tagesziel der „Brocken“. Bert und Jürgen fuhren mit dem Auto nach Walkenried, um von dort den Aufstieg zum „Brocken“ in An- griff zu nehmen. Wir Anderen machten uns von Hattorf auf über Auekrug, Scharzfeld, Barbis, Bad Lauterberg, Odertal, Oderstausee, B 27, Braunlage, Elend nach Schierke. Hier trennten sich die Wege. Eine Gruppe mit 5 Fahrern fuhr weiter auf den „Brocken“, wo sie Bert und Jürgen trafen, während sich die restlichen 6 Fahrer im Hotelcafé „Bodeblick“ bei Kaffee und Kuchen erholten. Die Fahrt dieser Gruppe zum Treffpunkt in Elend führte querfeldein über einen Wanderweg entlang der „Kalte Bode“. In Elend trafen wir uns alle wieder, aber dort teilte sich das Feld erneut. Bert mit Jürgen und Ralph fuhren nach Wal- kenried und von dort mit dem Auto zurück nach Hattorf. Bernd begleitete sie bis Walken- ried und fuhr dann alleine nach Hattorf. Die restlichen Fahrer fuhren am „Rock am Brok- ken“-Gelände vorbei nach Braunlage und den gleichen Weg zurück über B 27, Oderstau- see, Bad Lauterberg, Barbis nach Scharzfeld. Offensichtlich war die Tour nicht anstren- gend genug, denn hier begannen einige zu jagen und bretterten mit teilweise 45 km/h über Auekrug nach Hattorf. Nicht alle konnten das hohe Tempo halten und so trafen die Fahrer, die nicht mitkamen, nach und nach im Hotel ein.
Der Abend fand dann seinen weiteren Höhepunkt, denn es war Haxentag im Hotel und 9 Fahrer hatten diese vorbestellt. Als Spaß bekam Bernd erst mal nur einen abgenagten Knochen serviert, war aber dann doch froh, als die Haxe noch kam. Als Karl-Heinz dann sein Portemonnaie vermiss-te, half Werner und das Internet bei der Suche. Im Hotel in Schierke war die Geldbörse inzwischen gefunden worden und Ulrich fuhr mit Karl-Heinz nach dem Essen nach Schierke und sie holten die Geldbörse mit der wichtigen Wertungs- karte und etlichem Geld dort ab. Nach ihrer Rückkehr wurde dies alles mit „Schierker Feuerstein“ gefeiert.

Tourdaten: 100,21 km / 905 hm / max. Höhe 637 m / max. 12% / 19,04 km bergauf
(Gruppe Schierke)
Tour 5 31.07.2015 Freitag
Nach dem Frühstück wurde zunächst die Hotelrechnung beglichen und das Gepäck auf 4 Zimmer verteilt, die wir bis zur Abreise weiter benutzen konnten. Bert verabschiedete sich von uns und fuhr zurück an die Ostsee.
Bei sonnigem und später aufgelockertem Wetter machten wir uns auf nach Duderstadt. Von Hattorf aus ging es auf bekanntem Radweg nach Wulften, Strohkrug, Bilshausen, Bodensee, Krebeck, Wollbrandshausen und Seeburg zum idyllisch gelegenen Seeburger See. Der Durchschnitt der dort anwesenden Leute lag deutlich über dem schon sehr hohen Alter unserer Gruppe, daher ging´s gleich weiter über Seulingen, Landolfshausen, Potz- wenden, Sattenhausen, L569 und Westerode nach Duderstadt. Nach Stärkung im „Markt- café“ erwartete uns gleich eine starke Steigung auf der L 531 bis Rote Warte, von dort fuh- ren wir weiter über K 115, K 110, Langenhagen, Hilkerode, Rüdershausen, Giebolde- hausen, B 27 zur „Oderbrücke“ und zurück nach Hattorf.
Dank der gut durchdachten und technisch vollendeten Einbauten auf dem Anhänger, die Friedhelm realisiert hatte, waren die Räder und das Gepäck schnell verstaut, sodass die Rückfahrt von allen zügig angetreten werden konnte. In Büttgen trafen wir zwischen 19:05 und 19:45 Uhr wieder ein.

Tourdaten: 80,97 km / 596 hm / max. Höhe 319 m / max. 9 % / 19,19 km bergauf

Gesamt: 497.44 km / 4208 hm / max. Höhe 839 m / max. 15% Steigung /
109,33 km bergauf

Es war trotz des teilweise regnerischen Wetters wieder eine sehr schöne Vereinsfahrt mit langen Anstiegen und Abfahrten, die uns schon Einiges abverlangten. Alle kamen gesund zurück und freuen sich schon auf die nächste Vereinsfahrt 2016! – Ein besonderes Lob an dieser Stelle für Bernd, der die Touren vorzüglich geplant hatte und an alle die zum Gelin- gen dieser Fahrt beigetragen haben! – Auch das Hotel „Landgasthof Trüter“ haben wir sehr genossen und es ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen!

Gerhard Riße

(Touristikwart VfR Büttgen)

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