Vereinsfahrt 2018

Vereinsfahrt 2018 des VfR Büttgen nach Legden im Münsterland

Seit 2006 organisiert der VfR für seine Touristiker jährlich ein Highlight in Form einer mehrtägigen Vereinsfahrt. Nach so anspruchsvollen Touren wie in den Vorjahren (Sauerland bzw. Vogelsberg) wurde gewünscht, in diesem Jahr leichteres Gelände zu wählen. Man einigte sich auf flaches Terrain – das Münsterland. Auf Empfehlung eines Radsportfreundes aus Mönchengladbach wurde Kontakt mit dem Landhotel Hermanns Höhe in Legden aufgenommen. Die Reservierung der Zimmer für 16 Teilnehmer wurde seitens des Hotels frühzeitig bestätigt. Das Hotel bildete dann auch den Startort aller geplanten Touren vom 16. bis 20. Juli 2018. Die Streckenplanungen waren vorab über https://www.gpsies.com vorgenommen worden und unser Touristikwart spielte alle Streckenvorschläge auf sein Navi. Zur Sicherheit wurden die Strecken auch auf ein zweites Navi geladen.

Da am Sonntag das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft anstand, einigten sich alle darauf, sich am Montagmorgen, dem 16.07.2018 früh am Sportforum zu treffen und die Räder wie das Gepäck zu verladen.

Montag, den 16. Juli 2018

Die Verladeaktion verlief planmäßig, wie in Vorjahren routiniert und zügig ab, sodass es bereits um 7.20 Uhr auf die rund 1 1/2 stündige Reise nach Legden ging. Dort ange- kommen, konnten einige von uns schon das Zimmer beziehen. Die Räder wurden aus- gepackt und standen schnell zur Abfahrt bereit. Um 10.30 Uhr war Start der ersten Tour. Es war die kürzeste der angedachten Fahrten ausgewählt worden, da ggf. Unwägbarkeiten der Hinfahrt zu berücksichtigen waren. Die Anfahrt verlief jedoch ohne Verzögerungen. Daher wurde die vorgesehene Tour mit folgendem Streckenverlauf termingerecht auf- genommen: Legden – Maria Veen – Haltern am See – Dülmen – Coesfeld – Legden. Mittags beabsichtigten wir, uns auf dem Markt in Haltern am See einen Kaffee, Eis und ein Gebäck zu gönnen, aber leider waren wegen des herrlichen Sommerwetters nahezu alle Plätze besetzt; schon gar nicht fand unsere 15-köpfige Gruppe ausreichend freie Stühle. Wir beschlossen daher an den Nordstrand zu fahren und dort ein Lokal aufzusuchen. Dort war nur Zur Kajüte dienstbereit, deren Angebot recht mager ausfiel. So nahmen wir unser Getränk, einige auch einen Flammkuchen und fuhren weiter nordwärts in der Hoffnung, bald etwas Passendes zu finden. Am Markt in Coesfeld fanden wir in einem Eis-Cafe Platz und bestellten Eisbecher, so wie es jedem gefiel. Von dort strebten wir direkt unser Hotel an.

Tourdaten: https://www.gpsies.com/map.do?fileId=cmpyatjxjnjpxtoc

Streckendaten: 103 km          4:11 Std          Ø 24,5 km/h

Abends wurden die restlichen Zimmer bezogen, die Körper wieder mit Flüssigkeiten auf- getankt und gemeinsam zu Abend gegessen. Danach klang der Tag gemütlich im Bier- garten aus. – Alle zeigten sich zufrieden mit der Streckenwahl, dem geringen Verkehr und dem ausgezeichneten Straßenbelag. Lediglich auf einer Nebenstraße war auf etwa 2 km Länge Split gestreut. Der ständige Wechsel der Landschaft mit Feldern und Bäumen gab der Fahrt einen besonderen Reiz.

Dienstag, den 17. Juli 2018

Die ersten Teilnehmer erschienen schon um 7 Uhr zum Frühstück. Es war zu hören, dass durchweg gut geschlafen wurde. Einige hatten anfänglich zwar mit Mücken, andere mit der Wärme zu kämpfen, aber auch diese Unannehmlichkeiten wurden irgendwie beseitigt, sodass letztlich die Nacht gut verlief. Um 10 Uhr war Start der zweiten Tour angesagt, die heute nach Zwillbrock, dann durch die Niederlande über Winterswijk nach Bocholt führen sollte. Die Wetterlage war wie bereits am Vortag optimal. – Die geplante Strecke war in das Navi geladen, sodass gestartet werden konnte. Danach sollten folgende Orte angefahren werden: Legden – Stadtlohn -Vreden – Zwillbrock – Winterswijk (NL) – Bocholt – Rhede – Weseke – Südlohn – Gescher – Holtwick – Legden

Bei zügiger Fahrt erreichten wir nach 38 km das Dorf Zwillbrock an der Grenze zu den Niederlanden. Hier steht die sehenswerte Barockkirche St. Franziskus und der Ort ist auch für das Naturschutzgebiet Zwillbrocker Venn bekannt. Unmittelbar hinter dem Grenzübergang legten wir eine Pause für einen Kaffee ein. Unser Weg führte danach über herrlich asphaltierte Straßen nach Winterswijk und von dort weiter zurück nach Deutsch-land, und zwar nach Bocholt. Bei Rose Biketown machten wir eine ausgedehnte Mittags-pause. Dort erfüllten einige ihre Wünsche und beschafften technisches Zubehör, andere stillten ihren Bedarf mit Getränken und belegten Brötchen. Da eine lange Rückfahrt bevorstand, die schon allein wegen der hohen Temperaturen noch eine weitere Pause erforderte, mussten wir uns von dem interessanten Ort verabschieden. Entlang einer Bundesstraße fuhren wir nach Rhede, dann weiter nördlich, parallel zur Bundesstraße, über schmale Verbindungswege bis zu einer Kreisstraße bei Borken, in die wir nach Weseke einbogen. Bald zeigte sich uns das Ortsschild von Südlohn. Hier schalteten wir eine Pause zur Erfrischung ein. Wir nahmen Platz in einem Eis-Cafe, wo uns riesige Eis-becher präsentiert wurden. Aber auch diese Entspannungspause mussten wir beenden, um rechtzeitig zum Abendessen wieder im Hotel zu sein. Bei der Abfahrt verlor sich die Gruppe kurz aus den Augen, aber nach einer Weile trafen wir uns alle am Ortsrand wieder. So konnte es zügig zurückgehen. – Im Hotel suchten wir zunächst den Biergarten auf, um Flüssigkeit nachzutanken. Danach machten wir uns wieder frisch und versammelten uns alle um 19 Uhr zum Abendessen. Danach klang der Abend in fröhlicher Runde im Bier-garten aus.

Tourdaten: https://www.gpsies.com/map.do?fileId=hkplbvbhnlkljykr

Streckendaten: 130 km          5:17 Std          Ø 24,4 km/h

Resümee: vorbildhafte Fahrbahnbeschaffenheit, weitgehend verkehrsarm, landschaftlich abwechslungsreich – empfehlenswerte Route

Mittwoch, den 18. Juli 2018

Heute sollte der 16. Fahrer zu uns stoßen. Verabredet war 10 Uhr, aber er war schon wesentlich früher angekommen, sodass wir auch schon vor 10 Uhr in die Pedale treten konnten. Die Planung sah eine Fahrt an den Stadtrand von Münster vor. Es sollten fol-gende Orte angefahren werden: Legden-Billerbeck-Nottuln-Schapdetten-Tilbeck-Appelhülsen-Bösensell-Albachen-Münster (Stadtrand)-Roxel-Nienberge-Havixbeck-Täming-Höpingen-Darfeld-Asbeck-Legden. Über Wirtschaftswege und verkehrsarme Nebenstraßen erreichten wir bald Billerbeck am Fuß der Baumberge. Oben wurde vorge-schlagen, doch die höchste Erhebung des Münster-landes mit dem Longinusturm anzu-steuern. Dort machten wir einen kurzen Fotostopp. Während einige noch mit Aufnahmen oder dem Lesen der Informationstafeln beschäftigt waren, starteten andere und sausten einen Pfad zu einem Wald hinab, bogen rechts ab, um dann wieder auf die Straße zu kommen, die nach Nottuln führte. Die Gruppe bildete aber nach kurzer Zeit wieder eine Einheit und strebte Tilbeck an, um dort eine Pause einzu-legen. Wir fanden an diesem historischen Ort ein nettes Bistro und konnten hier in Ruhe, und vor allem im Schatten, den hausgebrannten Kaffee und wohlschmeckende, belegte Brötchen genießen. Auf Nebenstraßen und Radwegen erreichten wir danach den Stadtrand von Münster, fuhren hinter Roxel an dem zeitweiligen Wohnsitz (heute: Dokumen-tationszentrum) der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, dem Rüschhaus, das von Johann Conrad Schlaun in den Jahren 1745 bis 1748 erbaut wurde, vorbei nach Nienberge. Über Nebenstraßen und beschilderte Radwege mit glatten Oberflächen strebten wir Havixbeck an. In diesem Ort pausierten wir erneut, tranken Kaffee, aßen Kuchen. Nach-dem wir uns gestärkt hatten, besichtigten wir die hochgotische Pfarrkirche St. Dionysius (dreischiffige Hallen-kirche), die im Innern mehrere bemerkenswerte Sand-steinarbeiten und Bildtafeln beher-bergt. Zu dieser Kirche fanden wir durch die Durchfahrt des schönen gotischen Torhauses. Es war eindrucksvoll, was die Bauleute der späten Mittelaltes ge-schaffen haben. Wir ver-ließen dann den historischen Ort und folgten dem Streckenverlauf der Coesfelder RTF nach Höpingen und kamen über Asbeck wieder zurück nach Legden zu unserem Quartier. Hier suchten wir zuerst Erfrischung im Biergarten, später in der Dusche. Es folgte das Abendessen, dann klang der Abend im Gartenlokal aus.

Tourdaten: https://www.gpsies.com/map.do?fileId=bsrlajqwucpyvzfq

Streckendaten:            114 km           4:57 Std          Ø 22,9 km/h

Der allgemeine Eindruck dieser Fahrt war positiv, jedoch das Fahren entlang der verkehrsreichen Bundesstraße nach Münster hinein bereitete weniger Vergnügen.

Donnerstag, den 19. Juli 2018

Für heute war die längste Tour angedacht. Wegen der warmen Witterung und der Strec-kenlänge standen 13 Teilnehmer bereits um 9 Uhr mit ihren Rädern startklar vor dem Hotel. Die restlichen Drei hatten für diesen Tag andere Pläne. Folgende Strecke sollte absolviert werden: Legden-Ahaus-Alstätte-Buurse-Enschede-Losser-De Lutte-Denekamp-Nordhorn-Engden-Schüttorf-Suddendorf-Ohne-Brechte-Ochtrup-Metelen-Heek-Legden. Pünktlich ging es auf die Strecke und die angenehmen Straßenverhältnisse begünstigten ein flottes Fortkommen, sodass wir bald die niederländische Stadt Enschede erreichten. Hier rasteten wir für einen Kaffee bzw. Kakao. Leider entsprach teilweise die Qualität des Kakaos und des Latte macchiato nicht den Erwartungen, denn einige Getränke waren mit saurer Milch zubereitet worden. Dieser Mangel wurde beanstandet und so wurden neue Getränke serviert. Nach der Pause fuhren wir noch durch eine Einkaufsstraße, verließen dann die Stadt auf einem Radweg wieder ins Grüne. Unerwartet lenkte uns das Navi für einige hundert Meter über einen Waldweg. Wir änderten hier die Route, wählten eine asphaltierte Straße und stießen nach 500 m wieder auf die vorgegebene Strecke nach Denekamp. Im Zentrum standen wir plötzlich vor der wuchtigen, aus Bentheimer Sand-stein im frühgotischen Stil erbaute Kirche St. Nikolaus mit Türmen aus dem 13. Jahr-hundert. Jetzt hatten wir nur noch wenige Kilometer bis Nordhorn, wo wir eine längere Pause eingeplant hatten. Im Zentrum dort angekommen, verlor sich die Gruppe kurz aus den Augen, bildete zwei Einheiten. Diese Trennung führte etwas zu Spannungen, die aber Kuchen und guter Kaffee in der Fußgängerzone der Altstadt wieder vergessen ließen. Die Weiterfahrt verlief harmonisch und bei flottem Tempo. Bei Metelen schoben wir nochmals eine Pause ein, um uns zu erfrischen und zu stärken. Von dort strebten wir Richtung Hotel, allerdings rüttelte uns mehrfach rauer Belag zwischen Heek und Legden kräftig durch.

Tourdaten: https://www.gpsies.com/map.do?fileId=sjrhrrkjojtfbiey

Streckendaten:           150 km           6:09 Std.         Ø 24,2 km/h

Der Abend ließen wir in der gewohnten Weise ausklingen. Dabei gab es Diskussionen, wie der Freitag gestaltet werden sollte. Geplant war eine Fahrt zum Drilandpunkt (histori-scher, dreikantiger Wappenstein), der die Grenze zwischen den Niederlanden, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen markiert. Von dort sollte die Fahrt nach Bad Bentheim und weiter nach Steinfurt und Rheine führen, um in den Genuss radfreundlicher Bahntrassen zu kommen. Es wurde argumentiert, die Strecke zu lang sei, um rechtzeitig die Rückreise antreten zu können. Daraufhin wurde über https://www.gpsies.com eine neue, kürzere Route mit Einbindung von nahezu 50 km Radweg auf ehemalige Bahntrassen erstellt. Diese Variante erfuhr die Zustimmung aller.

Freitag, den 20. Juli 2018

Heute war Abreisetag. Nach dem Frühstück wurde das Gepäck in die Wagen verstaut. Die Räder standen fahrbereit vor dem Hotel und die Fahrt auf die heutige Strecke wurde um 9.30 Uhr gestartet, sie sollte folgenden Verlauf nehmen: Legden – Darfeld – von dort Bahntrasse (Steinfurt, Rheine) – Bahntrasse (Rheine, Neuenkirchen, Wettringen, Wellbergen) – Metelen – Schöppingen – Asbeck – Legden. Darfeld war schnell erreicht und von dort nutzten wir die ausgezeichnete, ganz asphaltierte ehemalige Bahnstrecke. Der Weg erlaubte ein zügiges Fortkommen und Bäume mit ihrem Schatten sorgten für ange-nehme Kühlung. Einen kurzen Zwischenstopp legten wir in Steinfurt ein, bevor wir weiter über die Bahntrasse Rheine erreichten. Bei Zweirad Deppen erklärte man uns freund-licher Weise, wie man zweckmäßig die als ausgebaute Bahntrasse Richtung Ochtrup findet, und gab uns noch eine Empfehlung für einen Kaffeestopp mit auf den Weg. Wenig später radelten wir schon auf der markierten Strecke, vorbei an Neuenkirchen bis zum Offlumer See, an dessen Ufer das empfohlene Restaurant-Cafe lag. Dort ließen wir uns nieder und nahmen diverse Kleinigkeiten zu uns. Die Zeit drängte leider bald zur Weiter-fahrt und so folgten wir dem bisherigen Weg bis Welbergen. Hier mussten wir leider nach nahezu 50 km Bahntrasse den Radweg verlassen, um schnell wieder zu unserem Quartier zurückzukehren. Die Route führte uns, abgesehen von wenigen Metern schlechter Fahr-bahndecke, auf einwandfreien Straßen und Wegen zurück, sodass das Ziel vorzeitig er-reicht wurde.

Tourdaten: https://www.gpsies.com/map.do?fileId=xtznyddeqldpqxel

Streckendaten:           100 km           4:14 Std.         Ø 23,7 km/h

Anschließend wurde alles wieder in die Wagen gepackt und die Heimreise angetreten. Das Radio meldete an diesem Nachmittag für unsere Strecke erhebliche Staus, dennoch verlief die Fahrt zufriedenstellend, sodass nahezu alle Fahrzeuge kurz nach 17 Uhr wieder am Heimatziel eintrafen. Nur ein Fahrzeug mit den Rädern blieb im Stau stecken, sodass einige Teilnehmer in Büttgen auf ihre Räder länger warten mussten. Letztlich kamen aber alle Sportler wieder gesund und unverletzt nach Hause und brachten viele positive Erin-nerungen von den Tagestouren und glücklichen Momenten in der Gemeinschaft mit zurück.

Zusammenfassung

Diese Vereinsfahrt wird allen Teilnehmern in Erinnerung bleiben. Dazu trugen das aus-gezeichnete Wetter, die angenehme Verkehrssituation und die hervorragenden Straßen-verhältnisse bei. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass alle Touren quasi reibungslos verliefen. Lediglich am ersten Tag waren 2 Reifenschäden zu beklagen. Weder ein Unfall noch ein Sturz war zu verzeichnen und darüber hinaus gab es keinerlei gesundheitliche Probleme. Zum geglückten Gelingen dieser Vereinsfahrt hat auch entscheidend die Vor-bereitung der Streckenplanungen mit https://www.gpsies.com beigetragen. Die Ergeb-nisse der Planung waren sehr exakt, erforderten unterwegs keinen gesonderten Blick in die Karte und vermieden jegliche Umwege. – Im Nachhinein ist es schwer zu sagen, welche Radtour den Teilnehmern am besten gefallen hat. Alle Strecken hatten ihre Reize. Dabei hoben sich die Fahrten durch die Niederlande und diejenige, die über die Bahntrassen führte, etwas nach oben ab und schienen den meisten Anklang gefunden zu haben. – Allen Organisatoren der Vorbereitung und Durchführung dieser Vereinsfahrt sei herzlich gedankt. Wir freuen uns schon auf die nächste gemeinsame Radsportwoche.