Vereinsfahrt 2019

Bericht über die Vereinsfahrt 2019
der Touristiker des VfR Büttgen nach Haselünne-Lehrte/Emsland

Seit etwa zwei Jahrzehnten organisiert der VfR für seine Touristiker jährlich ein Highlight in Form einer mehrtägigen Vereinsfahrt. Dazu wird immer ein neues Ziel angestrebt. Für die diesjährige Fahrt folgten die Touristiker der Empfehlung eines Radsportfreundes aus Mönchengladbach und nahmen bereits im November 2018 Kontakt zu dem Gasthof Vennemann in Haselünne-Lehrte auf. Die Reservierung der Zimmer für 20 Teilnehmer wurde seitens des Hotels frühzeitig bestätigt. Das Hotel wurde später darüber informiert, dass fünf Teilnehmer leider die Reise nicht antreten können.

Das Hotel bildete dann auch den Startort aller geplanten Touren vom 05. bis 09. August 2019. Die Streckenplanungen waren vorab über https://www.gpsies.com vorgenommen worden und unser Touristikwart spielte alle Streckenvorschläge auf sein Navi. Zur Sicherheit wurden die Strecken auch auf ein zweites Navi geladen.

Am Montagmorgen, dem 05.08.2019 trafen sich 11 Teilnehmer um 7 Uhr am Sportforum, um, wie vereinbart, die Räder und das Gepäck zu verladen. Alle waren pünktlich und so konnten die Fahrzeuge bereits eine viertel Stunde später Richtung Norden fahren. Zwei Teilnehmer fuhren direkt von zu Hause zum Hotel, 2 weitere Vereinsmitglieder reisten am Mittwoch an. Nach etwa zwei Stunden Fahrt trafen die Teilnehmer in Haselünne ein. Da das Hotel am Montag Ruhetag hatte, konnten noch keine Zimmer bezogen werden. Daher wurden alle Räder startklar gemacht, um sofort die erste Tour anzutreten.

Während wir am Montag schon gestärkt nach Lehrte anreisten, frühstückten wir an den anderen Tagen ausführlich im Hotel. Dazu trafen wir uns um 8 Uhr im Frühstücksraum, sprachen über nächtliche Plagegeister (Mücken), die anstehenden Tagestouren, technische Fragen, sportliche Ereignisse u. ä. Täglich standen alle Fahrer zur verabredeten Startzeit mit blank geputzten Rädern und im Vereinsdress vor dem Hotel, sodass stets die Fahrten planmäßig um 10 Uhr aufgenommen werden konnten. Alle fünf Routen führten durch ebenes Gelände, lediglich auf der Tour 2 gab es einen kurzen Anstieg bis zu 13 % und die Tour 4 führte durch welliges Gelände. Auf allen Touren verlangte der meist von vorn oder seitlich blasende, starke Wind nicht nur konzentriertes Fahren, sondern auch allerlei Kraft. Besonders spürbar war das in den Fällen, wo wegen des starken Autoverkehrs eine Radwegebenutzung zwingend notwendig war. Leider war dann die Radwegebeschaffenheit oftmals nicht rennradgerecht – Fahrbahnschäden, zu schmal, zusätzlich noch durch Bewuchs von Sträuchern und Pflanzen verengt. Windschattenfahren war in diesen Fällen nicht möglich. Durchweg stellte uns die Wegebeschaffenheit zufrieden, aber es gab auch Rüttelpisten mit Oberflächen, die nur notdürftig ausgebessert worden waren und auf denen viel Split lag.

Leider kam es am ersten Tag am Rande einer Baustelle zu einem Sturz. Der Pechvogel konnte danach seine Fahrt nur unter Schmerzen fortsetzen, hatte starke Probleme an der rechten Hand und konnte somit im Wesentlichen nur mit der linken Hand steuern. Die Folgen dieses Unfalls erforderten eine ärztliche Untersuchung. Im nächstgelegenen Krankenhaus in Haselünne wäre eine Behandlung erst am folgenden Tag möglich gewesen, sodass das Krankenhaus in Meppen konsultiert wurde. Unser Patient wurde nach überschaubarer Zeit zur Vorstellung gebeten. Ärztlich versorgt informierte er von der Klinik noch seine Familie, die ihn abends in Empfang nahm und nach dem Checkout im Hotel wieder nach Hause brachte. Alle Teilnehmer der Vereinsfahrt verabschiedeten sich von dem Pechvogel und wünschten ihm alles Gute und baldige Genesung.

Dienstags fuhren wir nach Ibbenbüren. Die Straßenverhältnisse waren besser als tags zuvor. Ermüdend waren allerdings die kilometerlangen geraden Strecken, die wir auf den parallel zu den Hauptstraßen verlaufenden Radwegen zu absolvieren hatten.

Da mittwochs noch zwei weitere Fahrer zu unserer Gruppe nach Haselünne kamen, entschlossen wir uns, eine moderate Tour anzugehen. Diese führte uns zu der sehenswerten Festungsanlage Bourtagne in den Niederlanden. Die Sonne strahlte und viele Besucher begegneten uns in dem malerisch und touristisch interessanten Ort. Kurz hinter Bourtagne färbte sich bei der Weiterfahrt der Himmel schwarz und kräftige Böen drückten uns hin und her. Bald darauf blitzte und donnerte es und der Himmel öffnete seine Schleusen. Selbst mächtige Blutbuchen, unter denen wir Schutz zu finden suchten, konnten uns nicht vor diesen Wassermassen bewahren. Durchnässt stiegen wir nach Nachlassen des Unwetters wieder auf die Räder und fuhren bis zu dem Städtchen Ter Apel, wo wir uns in einer Bäckerei mit Kaffee und Rosinenbrötchen stärkten. Zurück in Deutschland überraschte uns nach einigen Kilometern erneut ein Gewitter mit kräftigen Regenfällen. Zum Glück sahen wir auf einem Wanderparkplatz eine Schutzhütte, in der wir uns alle unterstellen und vor der Nässe schützen konnten. Als das Unwetter vorbeigezogen war, radelten wir weiter nach Meppen, wo die Hälfte der Gruppe in der Altstadt noch Kaffee trank. Von dort fuhren wir dann direkt zum Hotel, wo wir uns alle über die warme Dusche freuten.

Die Donnerstagstour, die längste der geplanten Fahrten, führte uns durch landschaftlich reizvolles Gelände nach Ankum. Dort legten wir eine Pause ein und versorgten uns unterhalb des im Volksmund genannten Artländer Domes zur Stärkung der Kondition mit einem Imbiss und Getränken. Hinter Ankum erwartete uns leicht welliges Gelände und eine meist beiderseits bewaldete Landstraße. Obwohl der Straßenbelag einwandfrei war, erwischte der Pannenteufel einen unserer Mitfahrer. Nach Behebung des Schadens erreichten wir bald Bramsche, wo der Pannenteufel erneut zuschlug. Der schadhafte Reifen konnte repariert werden, während die anderen sich erneut mit Getränken und Gebäck versorgten. Die Länge der Strecke und die notwendigen Pausen verlangten mehr Zeit, als wir erwartet hatten. Daher versuchten wir die Rückfahrt zügig zu gestalten. Da aber der Wind dieses Vorhaben erschwerte, blieb in Fürstenau nur wenig Zeit für eine Rast. Von dort informierten wir das Hotel, dass wir nicht rechtzeitig zum Abendessen zurück sein können und baten um eine Verschiebung des Essens um ¾ Stunde. Für die Weiterfahrt hatten wir den direkten, fast geraden Weg über Nebenstraßen eingeplant, was sich dann auch bewährte, denn um 19 Uhr erreichten wir wieder unser Quartier.

Die anstrengende Tour vom Donnerstag entmutigte freitags einige Mitfahrer noch eine kurze Fahrt zu unternehmen, zumal der Wetterbericht ab Mittag Regen vorhersagte. Dennoch wagten sechs Fahrer die Fahrt nach Sögel zu Schloss Clemenswerth. Die sehenswerte Anlage wurde kurz in Augenschein genommen, eine kurze Pause in einer Bäckerei eingelegt und dann auf einem anderen Weg zurückgefahren. Die Wetterlage verlangte uns dabei zeitweise eine flotte Fahrt ab, und das auch im Hinblick darauf, dass noch die Räder für die Rückreise zu verpacken waren. So waren wir bei der Ausfahrt trocken geblieben und konnten frühzeitig die Heimreise antreten. Ohne wesentliche Verkehrsbehinderungen trafen wir etwa um 16 Uhr am Sportforum in Büttgen wieder ein.

Nach dem Abendessen versammelten wir uns regelmäßig auf der Terrasse vor dem Hotel und plauderten über die Geschehnisse des Tages. Jeder berichtete über seine Erlebnisse auf der Route. Es war immer ein harmonisches Miteinander, das von Humor und Lachen getragen wurde. Alle waren glücklich über die präzise Tourenplanung, die sorgfältige Führung über die auf das Navi gespielte Strecke durch den Tourenwart. Dafür gebührt den Organisatoren ein herzlicher Dank. Auch die Wahl der Unterkunft, die Zimmer als auch die Halbpension in Buffetform, erfüllte mit seinem Preis-Leistungsverhältnis alle Wünsche der Teilnehmer. Alle waren glücklich, an der Vereinsfahrt teilgenommen zu haben, und freuen sich auf die nächste gemeinsame Jahresfahrt.

Nachfolgend die allgemeinen Tourdaten.

Montag, den 5. August 2019 – Tour 1 Rheine – 111 km

Streckenplan: Lehrte, Osterbrock, Holthausen, Lingen, entlang Dortmund-Ems-Kanal, Elbergen,  Bernte, Emsbüren, Salzbergen, Rheine, Dreierwalde, Spelle, Beesten, Messingen, Thuine, Langen, Bawinkel, Lehrte

https://www.gpsies.com/map.do?fileId=vcjiwtomxnbmqzzo

Dienstag, den 6. August 2019 – Tour 2 Ibbenbüren – 125 km

Streckenplan: Lehrte, Bawinkel, Gersten, Lengerich, Freren, Hopsten, Uffeln, Püsselbüren, Ibbenbüren, Schlickhelde, Espel, Recke, Weese, Voltlage, Fürstenau, Haselünne, Hamm, Bückelte, Lehrte

https://www.gpsies.com/map.do?fileId=rtheuunnjfhmgjqj

Mittwoch, den 7. August 2019 – Tour 3 Bourtagne – 113 km

Streckenplan: Lehrte, Bokeloh, Meppen, Emmelen, Lathen, Fresenburg, Steinbild, Dörpen, Bourtagne, Jipzinghuizen, Sellingen, Ter Apel, Rütenbrock, Altenberge, Wesuwe, Versen, Groß Fullen, Meppen, Lehrte

https://www.gpsies.com/map.do?fileId=azjaljgyjnlgpduo

Donnerstag, den 8. August 2019 – Tour 4
Bippen-Ankum-Bramsche-Engter-Wallenhorst-Fürstenau-Lehrte – 143 km

Streckenplan: Lehrte, Haselünne, Andrup, Dohren, Grafeld, Berge, Kettenkamp, Ankum, Ueffelen, Bramsche, Engter, Wallenhorst, Hollage, Achmer, Neuenkirchen, Fürstenau, Lengerich, Gersten, Bawinkel, Lehrte

https://www.gpsies.com/map.do?fileId=urkduzteniztkxvb

Freitag, den 9. August 2019 – Tour 5 Sögel – 60 km

Streckenplan: Lehrte, Bohkeloh, Apeldorn, Stavern, Sögel, Schloss Clemenswerth, Eisten, Hüven, Lähden, Haselünne, Lehrte

https://www.gpsies.com/map.do?fileId=zljxgxivofljmmbz